geöffnet
Öffnungszeiten
  • Montag16:00 - 23:00 Uhr
  • Dienstag10:00 - 23:00 Uhr
  • Mittwoch10:00 - 23:00 Uhr
  • Donnerstag10:00 - 23:00 Uhr
  • Freitag10:00 - 23:00 Uhr
  • Samstag10:00 - 23:00 Uhr
  • Sonntag10:00 - 15:00 Uhr
Wo möchten Sie hin?
Öffnungszeiten
  • Montag16:00 - 23:00 Uhr
  • Dienstag10:00 - 23:00 Uhr
  • Mittwoch10:00 - 23:00 Uhr
  • Donnerstag10:00 - 23:00 Uhr
  • Freitag10:00 - 23:00 Uhr
  • Samstag10:00 - 23:00 Uhr
  • Sonntag10:00 - 15:00 Uhr

Es ist das mit Abstand längste Skilanglaufrennen der Welt – der im schwedischen Jokkmokk stattfindende „Red Bull Nordenskiöldsloppet“. Ein Abenteuer unter extremer Belastung – 220 Kilometer gilt es am Stück auf Skiern oberhalb des Polarkreises zu bewältigen. An die 400 Extremsportler machten sich dieses Jahr im März auf den Weg durch die karge Landschaft und die kälte Schwedens. Mitten unter ihnen der Bamberger, Mahrs Bräu Freund und Wintersportler Carsten Unger.

Von 410 Läufern die in Jokkmokk in den frühen Morgenstunden starteten, kamen nur 335 ins Ziel, 75 Starter mussten unterwegs abbrechen. Carsten Unger – unterwegs für das Mahrs aller Dinge – schaffte es auf Platz 176! Er fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5:07 Minuten pro Kilometer die 220 Kilometer in 18 Stunden und 46 Minuten.

Der schnellste Athlet des Rennens – Andreas Nygaard aus Norwegen erreichte nach 11 Stunden und 49 Minuten das Ziel. Der letzte, der durchs Ziel fuhr war Paul Haig aus England – er kam nach 28 Stunden und 23 Minuten an.

„Es war weniger schlimm als erwartet“, sagt er heute, nach dem Rennen. „Ich konnte zwar irgendwann kaum noch auf dem Ski stehen… aber das Gefühl aufgeben zu müssen, kam nur einmal kurz zwischen Kilometer 160 und 170. Danach wusste ich, dass ich durchhalten werde.“ Respekt. Hut ab. Und überhaupt.

Carsten Unger trat für Bamberg, die Wunderburg und die Mahrs Bräu an. Und natürlich in erster Linie für sich selbst. Denn er ist auf einer Mission. Mit einem speziell für ihn ausgearbeiteten Trainingsplan ist Carsten im Dezember nach Schweden gezogen und nahm sich hier eine fünfmonatige Auszeit von Job und Alltag um sich voll und ganz auf sich selbst und das Rennen zu konzentrieren.

In einem ganz normalen Monat im Berufsleben treibt er zwar auch schon mehr Sport als andere wahrscheinlich im ganzen Jahr, doch bleibt natürlich im Alltag nicht genügend Zeit sich dem Thema voll und ganz zu widmen und an die Grenzen zu gehen.

Und die wollte Carsten „erfahren“. Und das tut er jetzt. Auf Langlaufskiern. Beim längsten Langlaufrennen der Welt. Und ein bisschen wahrscheinlich auch schon bei den Vorbereitungen im schwedischen Östersund.

„Das Rennen und auch die Vorbereitungen dazu waren eine extreme mentale und körperliche Herausforderung“, so Carsten. „Man fährt ja nicht mal eben 220 Kilometer auf einen Ruck. Lediglich beim Vasa-Lauf bin ich mal 90 Kilometer am Stück gefahren. Und selbst das war schon recht hart. Am Ende entschied der Kopf über weiterfahren oder aufgeben. Der Körper hat einfach nur noch funktioniert.“ so Unger. Jeder, der innerhalb der maximal zulässigen Zeit von 30 Stunden heil im Ziel ankommt, ist sowas wie ein Sieger.

Am 30. März um 6 Uhr morgens fiel der Startschuss für den Red Bull Nordenskiöldsloppet. Und Carsten Unger war selbstverständlich aufgeregt was das Zeug hält. Sein Ziel: Die Herausforderung meistern. Sich selbst an die Grenzen bringen. Den Red Bull Nordenskiöldsloppet bestehen. Die Maximalzeit für die Medaillenvergabe unterschreiten. Und am liebsten nach 18 Stunden ins Ziel einfahren.

Um solche Ziele zu erreichen, braucht es einen guten Plan. Wann wird warm gegessen, wann die Brille für die Nacht gewechselt, an welchem Punkt wird die Stirnlampe für die Nacht eingesammelt, und und und. Doch damit ist es nicht getan. Bereits Tage im Voraus hat Carsten begonnen, seinen Schlafrhythmus an die lange Fahrt anzupassen. Denn wann ist man schon mal 20 Stunden am Stück wach (die zwei Stunden Vorbereitung vor dem Start mal mitgerechnet) – und vor allem zusätzlich so aktiv!

In einem selbst angefertigten Plan – da kam der Projektmanager in ihm durch – hat sich Carsten Meilensteine markiert, um seine Energien perfekt zu „verwalten“. Unterstützt wurde er dabei von seinem Vater, der kurz vor dem Rennen an den Polarkreis reiste und ihn an der Strecke unterstützt hat, wo er nur konnte.

Eigens für den Red Bull Nordenskiöldsloppet reiste auch unser Mahrs Bräu Filmteam an den Polarkreis und hat Carsten „auf seinem Weg“ begleitet. Herausgekommen sind spektakuläre Aufnahmen von einem überwältigenden Sportereignis mit vielen interessanten Persönlichkeiten. Jede davon unterwegs in einer anderen Mission und doch alle auf dem gleichen Weg.

Und auf diesen Weg will sich Carsten Unger auch nächstes Jahr wieder begeben. „Unter 18 Stunden zu fahren steht noch auf der Liste!“, sagt er und nippt – wieder zurück in seiner fränkischen Biermetropole – am verdienten Mahrs Bräu Sommerpils.