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Je kleiner die Brauerei, desto interessanter die Biere, Brauer und Geschichten. Das sagen die Gründer der „Kraftpaule“ – der ersten Craft Beer Bar Stuttgarts – mit inkludiertem Shop sowie Tap- und Tastingroom. Im Kraftpaule findet man Bierspezialitäten aus aller Welt und natürlich auch aus der Bamberger Wunderburg.

Beim von Kraftpaule ins Leben gerufenen „Meet the Brewers“-Event im März, trafen Braumeister Stephan Michel (Mahrs Bräu) und Christian Hans Müller (Hanscraft & Co.) aufeinander und erzählten ein bisschen über die Brauereien und Ihre Biere.

Kraftpaule: Hallo Stephan, hallo Christian, schön, dass ihr da seid! Eure leckeren Biere haben wir ja gerade verkostet, da drängt sich die Frage auf: Wie seid ihr eigentlich zum Bier brauen gekommen?

Christian (Hanscraft): Bei mir war das Bierbrauen von Anfang an ein Passion – und wenn ich etwas tue möchte ich es auch gleich richtig machen! Als dann klar wurde, dass mein Weg zum Brauen führt, war mir also schnell bewusst, dass ich das nicht nur als Hobby, sondern mit dem Ziel meine Fähigkeiten zu perfektionieren tun möchte. Bei mir ist das einfach ein innerer Drang! Da war für mich der Weg zum Brauhandwerk klar.

Stephan (Mahrs Bräu): Bei mir war das etwas anders. Ich bin die vierte Generation in einer Braumeisterfamilie, da wird gar nicht gefragt, ob man brauen möchte, man hat das einfach zu tun. Ich habe dann recht schnell gemerkt, dass ich mit Zwang nicht funktioniere, deshalb gab es dann natürlich auch ein bisschen Zwist mit den Älteren in der Familie. Im Nachhinein finde ich das schade, denn jetzt sehe ich, dass das Brauhandwerk eine wirklich tolle Sache ist! Das Ganze ist mir klar geworden, als ich auf Reisen war und international arbeiten konnte, zum Beispiel in den USA. Ich habe danach meinen eigenen Biervertrieb gegründet, Mahrsbräu International, und irgendwann auch die Familienbrauerei übernommen. Heute bin ich dankbar, dass ich mich durch das Arbeiten mit Bier verwirklichen kann!

Kraftpaule: Was würdet ihr sagen ist euch bei euren Bieren besonders wichtig?

Stephan (Mahrs Bräu): Bei mir ist das definitiv die Drinkability. Zuerst muss mir das Bier selbst schmecken, der Genuss steht ganz klar im Vordergrund. Auf meinen Reisen konnte ich zudem viel über die Menschen und ihre Wünsche was Bier betrifft lernen und versuche das in meinen Interpretationen von bekannten Bierstilen umzusetzen. Zudem achten wir auf weibliche Konsumenten – mir ist einfach aufgefallen das sich viele Frauen für Bier interessieren, aber noch nicht das Bier gefunden haben was ihnen gefällt. Kooperationen mit anderen talentierten Brauern sind da eine wichtige Sache, denn so kommt man zu tollen Produkten mit neuen Einflüssen, hinter denen man auch wirklich stehen kann. Wer etwas an seinem Produkt verstecken muss, hat meiner Meinung nach etwas falsch gemacht.

Christian (Hanscraft): Bei mir ergibt sich das eher ungeplant. Irgendwann kommt immer ein Input von außen, der mir sagt: Das möchtest du machen. Dadurch kommen ganz unterschiedliche Biere zustande – wichtig ist mir aber immer ein balancierter, runder Geschmack. Nur wenn das Gesamtkonzept einer Kreation stimmig ist, ist das Bier für mich ein wirklich vollwertiges, fertiges Produkt. Es muss den Bierstil gut darstellen, seinen eigenen Charakter haben und natürlich von guter Qualität sein! Ich will ja kein Bier verkaufen, das mir selbst nicht schmeckt oder meinen eigenen Ansprüchen nicht genügt.

Kraftpaule: Inzwischen seid ihr beide relativ bekannte Braumeister – wie seid ihr zu euren Brauereien gekommen?

Stephan (Mahrs Bräu): Bei mir ist das wie gesagt die Familienbrauerei. Ich habe gemerkt, dass ich eben mein eigenes Ding machen muss, damit das weiter läuft: Wir brauen hauptsächlich Lagerbiere und der Markt ist dicht besetzt. Also habe ich meinem Vater die Brauerei abgekauft, das Risiko übernommen und Dinge verändert, damit wir uns in dieser Konkurrenzsituation durchsetzen können. Damals wusste ich natürlich nicht, ob das der richtige Weg ist, heute bin ich überzeugt, dass unser Erfolg zeigt, dass wir gute Entscheidungen getroffen haben, auch wenn natürlich immer ein bisschen Glück und gute Mitarbeiter dazu gehören. Das wir da sind, wo wir jetzt stehen ist mit Sicherheit eine der schönsten Belohnungen für die ganze Arbeit!

Christian (Hanscraft): Bei mir war das als Gründer relativ simpel: Wenn ich konstant gutes Bier brauen will, brauche ich eine Brauerei. Natürlich ging das nicht sofort, angefangen habe ich mit Produktionskooperationen, um mein Bier zu brauen. Als dann klar war, dass den Leuten gefällt was ich mache, wollte ich natürlich in das Projekt Hanscraft investieren und habe die eigene Brauerei gestartet. Das gibt vertrauen in die Marke und gibt einem eine ganz neue Plattform für eigene Vorhaben. Heutzutage nennt man so etwas ja gerne Startup, mit ein bisschen Humor würde ich mich aber gerne als neu gegründetes Familienunternehmen mit schon siebenjähriger Tradition bezeichnen, denn die Menschen die einen im eigenen Umfeld unterstützen sind auch enorm wichtig.